Balanced Garden           

Brigitta Diggelmann

Baselstrasse 39

4203 Grellingen

Telefon: 076 244 69 50

permakultur.grellingen@bluewin.ch

Permakultur
Baselland
Nachhaltig für Mensch und Natur
Bio - versus Perma-Garten
Was ist Permakultur

Wer seinen Garten im Sinne einer Permakultur anlegen möchte, entscheidet sich für ein ganzheitliches Konzept, welches ein nachhaltiges, dauerhaftes und ressourcenschonendes Zusammenleben von Mensch und Natur anstrebt.

Anhand von einem Selbstversorgergarten in der Grösse einer Hausgartens.

Zuerst etwas zu den vielen Gemeinsamkeiten:

- beide benutzen keine chemischen Mittel

- beide kümmern sich um die Bodengesundheit und Fruchtbarkeit

- beide fördern die Artenvielfalt, kümmern sich

um Bienen und versuchen natürliche Frass-feinde anzulocken um den Schädlingsbefall einzudämmen

- beide nutzen Regenwasser und kompostieren

- beide verwenden samenfestes Saatgut und veredeln auf traditionelle Weise

- bei beiden steht gesunde Ernährung, Selbst-versorgung und allgemeines Wohlbefinden im Zentrum

Nun zu den Unterschieden:

Hier recht schwarz/weiss dargestellt, damit die Unterschiede schön deutlich werden. In der Praxis gib es natürlich viele Graustufen.

Noch ganz wichtig: Da ich mich für die Permakultur entschieden habe, werden die Unterschiede von dieser Sichtweise aus gesehen dargestellt. Dies soll keineswegs eine Wertung einese dieser beiden Systeme sein.

- Im Gegensatz zum Bio-Garten wird in der Permagarten nicht umgegraben oder gepflügt.

Wir sind überzeugt, dass auch schwere Böden mit genügend Kompost  und Mulch fruchtbar gemacht werden können und wollen die Microorganismen, Würmer und Pilzmyzele möglicht wenig bei ihrer wertvollen Arbeit stören.

- Im Bio-Garten ist die Fruchtfolge in den Beeten sehr wichtig um Krankheiten und Auslaugung des Bodens zu vermeiden. In Permagärten wird mehr durcheinander gepflanzt, dadurch sollen immer Nachbarpflanzen da sein, die das Gemüse schützen und zum Teil auch nähren können. Auf Fruchtfolgen wird daher versichtet.

-Im Biogarten liegt der Fokus auf einjährigem Gemüse, in der Permakultur versuchen wir, neben den einjährigen, möglichst viel mehrjährige Nahrungspflanzen anzubauen.

-Wir schützen unsere Kulturen möglichst nicht oder nur wenig gegen Vögel und andere Tiere. Solange genügend für uns da ist, wollen wir auch hier die Artenvielfalt fördern.

-Bäume werden mit diversen Sträuchern, Kräutern und Bodendeckern unterpflanzt. Prinzip Waldgarten. Im Biogarten stehen die Bäume und Beeren meist für sich alleine oder in Reihen.

Definition

„Permakultur ist das bewusste Design sowie die Unterhaltung von landwirtschaftlich produktiven Ökosystemen, die die Diversität, Stabilität und Widerstandsfähigkeit von natürlichen Ökosystemen besitzen. Hinter der Permakultur steht eine Ethik, die mit und nicht gegen die Natur arbeitet, eine Philosophie der fortlaufenden und überlegten Observation und nicht der fortlaufenden und gedankenlosen Aktion; sie betrachtet Systeme in all ihren Funktionen, anstatt nur eine Art von Ertrag von ihnen zu verlangen, und sie erlaubt Systemen, ihre eigenen Evolutionen zu demonstrieren.“

– ursprüngliche Definition der Permakultur nach Bill Mollison

Ethik

Die Permakultur versteht sich als Planungskonzept für dauerhafte Lebensräume. Alles was dauerhaft sein soll, braucht geschlossene Kreisläufe. Allem Denken, Planen und Handeln geht die Ethik der Permakultur voraus:

Sorge für die Erde – sorge für die Menschen – teile gerecht und schränke dich ein.

Wirkungsweise

Grundsätzlich gilt es unnötige Dinge zu unterlassen, jedes Element soll mehrere Funktionen erfüllen, Wegstrecken verkürzen, gesparte Energie ist gewonnene Energie, Arbeiten wo es Sinn macht, die Vielfalt nutzen, eine Ernte einfahren. Das ursprüngliche Planungssystem wurd für viele Menschen rund um den Globus, zu einem Inbegriff für einen nachhaltigen, ökologischen und sozialen Lebensstil. Da sich die Permakultur als ein ganzheitliches Planungskonzept sieht, werden Details wie Pflanzgemeinschaften, den so genannten Gilden, bis hin zu gemein-schaftlichen Vertriebsstrukturen und der Architektur durchdacht. Komplementärwährungen und Tauschsysteme spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Es werden verschiedene Konzepte für artgerechte Tierhaltung angewendet.

Permakultur Prinzipien

Die Permakultur-Gestaltungsprinzipien nach David Holmgren:


•    Beobachte und handle
Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters
Funktionalität geht vor Ästhetik

•    Fange die Energie ein und bewahre sie
Schmiede das Eisen so lange es heiß ist

•    Fahre eine Ernte ein
Mit leerem Magen lässt es sich schwer arbeiten

•    Schränke dich ein und lass die Natur dich regulieren
Handle so, dass die 7. Generation nach dir,
auch noch die gleiche Lebensqualität vorfindet

•    Nutze und schätze erneuerbare Ressourcen und Leistungen
Lass der Natur ihren Lauf

•    Produziere keinen Abfall
Keine Verschwendung – keine Not

Ziel ist es, mit dem geringstem Aufwand das bestmögliche Ergebnis zu erzielen

•    Gestalte zuerst das Ganze, dann das Detail
Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen

•    Integrieren ist besser als zerteilen
Viele Hände machen ein rasches Ende

•    Finde kleine und langsame Lösungen
Hochmut kommt vor dem Fall
Steter Tropfen höhlt den Stein

•    Nutze und schätze die Vielfalt
Setze nicht alles auf eine Karte

•    Nutze die Randzonen und schätze das Marginale
Glaub nicht, dass du auf dem richtigen Weg bist, bloß weil jeder darauf geht

•    Nutze und reagiere auf Veränderungen mit Kreativität
Vision bedeutet nicht, die Dinge zu sehen wie sie sind, sondern wie sie sein werden