Um während des Designprozesses oder bei der Ausführung sicher sein zu können, dass wir auf dem richtigen Weg sind gibt es Navigationssysteme, Prinzipien genannt. Die Prinzipien von David Holmgren, dem Mitbegründer der Permakultur möchte ich Euch hier vorstellen.

Die 12 Prinzipien von David Holmgren

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1. Beobachte und interagiere 

Bereits die griechischen Philosophen haben erkannt, dass die Natur an Effizienz und Nachhaltigkeit nicht zu übertreffen ist. Wenn Ihr die Natur beobachtest, stellst Ihr fest, dass sie in Mustern funktioniert, ganzheitlich, effizient und nachhaltig ist.

 

 

2. Sammle Energie und speichere sie

Versucht die Euch zur Verfügung stehenden Energiequellen nachhaltig zu nutzen, Energie zu speichern und möglichst unabhängig von fossilen Brennstoffen zu produzieren, damit auch die nächsten Generationen noch Ressourcen haben.

3.Erwirtschaftete Erträge

Investiert von Anfang an in Ressourcen, die Euch mit Nahrungsmitteln versorgen.

Wenn Ihr einen Ertrag erzeugst oder ein Einkommen generiert, fördert das Eure Motivation und gibt Euch auch Möglichkeiten, wieder in Neues zu investieren und ein vielfältiges System aufzubauen.

4. Wende die Selbst-Regulierung an, und lerne aus dem Feedback

Bei diesem Prinzip geht es darum, wie Ihr mit den Herausforderungen der Selbstregulierung des Systems umgehst. Ihr beginnt mit dem Aufbau des Systems, und die Natur gibt Euch Feedback, auf das Ihr wiederum reagieret.  Ein positives Feedback, wie  üppiges Pflanzenwachstum zeigt Euch, dass der Boden fruchtbar ist und Ihr auf dem richtigen Weg zu einem selbst regulierten System seit.

5.Nutze erneuerbare Ressourcen und Leistungen

 Ein gutes Beispiel für eine erneuerbare Ressource ist Holz. Ein Baum gibt dir Schatten und dient Pflanzen und Tieren als Schutz- und Lebensraum.

Während seiner ganzen Lebenszeit leistet er einen Beitrag für das System, wird er schlussendlich abholzt, wird draus Brenn- oder Baumaterial, das wieder genutzt werden kann.

6. Produziere keinen Abfall

Versucht, wenn immer möglich, Abfall zu vermeiden. Abfall entsteht dann, wenn die Kreisläufe im System nicht geschlossen sind. So zum Beispiel, wenn Grasschnitt entsorgt wird, anstatt ihn zum Mulchen einzusetzen.

7. Gestalte vom Muster zum Detail

Es geht darum, das gesamte Bild zu sehen, die Muster zu erkennen und nicht nur auf einzelne Details zu fokussieren. Die Muster legen die Grundstruktur und geben dem System die Ordnung.
Auch komplexe Systeme sind auf einfachen Strukturen aufgebaut. Sie basieren auf den Mustern der Natur und sind die Grundlage, dass das System funktioniert.

8. Integriere und grenze nicht aus

Ein System ist mehr als die Summe seiner Teile.  Alle neu geschaffenen Teile sollen sich ins vorhandene eingliedern.
Menschen, Tiere und Pflanzen verändern und gestalten das System laufend, alles muss seinen Platz finden. Denn die Wechselwirkungen zwischen den Teilen machen das System zu dem, was es ist. 

 

9. Nutze kleine und langsame Lösungen

In der Permakultur setzt man auf kleine und langsame Lösungsstrategien. Man nutzt auf kleinstem Raum die praktischsten, sinnvollsten und energieeffizientesten Lösungen.

Alles braucht seine Zeit.

 

10. Schätze die Vielfalt, und nutze sie

Die Natur zeichnet sich durch eine enorme Vielfalt von Pflanzen, Formen, Funktionen und Wechselwirkungen zwischen den Elementen aus. Das Ziel ist, ein Gleichgewicht zu finden zwischen all den verschiedenen Komponenten und der Produktivität, so dass Vielfalt vorhanden ist und gleichzeitig eine gute Ernte erreicht wird.

 

11. Nutze Randzonen und schätze das Marginale

Der Wert der Randzonen können zum Beispiel an einem Waldrand oder eine Flussmündung gut erkannt werden. Randzonen sind Schnittstellen zwischen verschiedenen Ökosystemen und vereinen eine unglaubliche Artenvielfalt. In der Permakultur haben Randzonen, als wertvoller Lebensraum, einen hohen Stellenwert.

 

12. Reagiere kreativ auf Veränderung

Mit der Natur zu arbeiten, zwingt dich, Veränderung als Teil der Normalität zu akzeptieren. Veränderungen sind Chancen. Bewältige sie positiv und kreativ und halte nicht mit grossem Energieaufwand an deinem ursprünglichen Plan fest.

Permakultur-Systeme sind auf Dauer ausgerichtet. Sie funktionieren nur langfristig, wenn sie flexibel sind. Wenn sich die Umweltbedingungen ändern, überleben nur die Lebewesen, die sich an die neuen Bedingungen anpassen können.